17.11.2009

Therisia… du musst aufwachen!

Da! Die Stimme in deinem Kopf! Schwingt sie deshalb so laut, weil sie deinen ganzen Körper vibrieren lässt? So, denkst du vielleicht, muss das Fell einer Trommel sich fühlen, wenn im Takt der Schlag ertönt.Aber wieso eigentlich aufwachen? Du schläfst doch gar nicht … oder doch?

Langsam kehren die Erinnerungen zurück. Die Wilde Jagd! Walbirg! Firnwulf??!! Das Sklavenlager… Peitschenhiebe… Unerbittlicher Frost. Mitten im Nirgendwo. Umgeben von Eis. Gorm. Der Ausbruch. Freundschaft. Der Segler. Die Wölfe. Das Geheul. Die Expedition. Die Menschen. Verwandeln sich in Wölfe! Der große Werwolf mit dem Schamanenstab…Diesmal war es wohl wirklich zu viel. Du hast an deiner astralen Kraft abermals bis über die Grenze gezehrt. Du hast das getan, wovon man dir als Elevin abgeraten hat… Diesmal hat’s dich einfach umgehauen. Wo sind die andren? Nicht im Zelt.

Verdammt.

Du trittst hinaus ins Freie. Noch immer ruhen die Blicke der Nivelakein feindselig auf dir. Besser, du hättest es nicht mit Isdhira probiert. Sie vermuten einen Feind. Wohl einen Spitzel. Sie halten stets Distanz zu dir, mehr als zu ihres gleichen. Auch wenn sie das Gebot der Gastfreundschaft pflegen, lassen sie dich unterschwellig spüren, dass eben das Gebot dich hier einlädt, nicht aber sie. Wer weiß, was sie im Schilde führen, wenn sie von ihren Sitten nicht mehr so überzeugt sind…Verdammt noch mal! Wo sind Firnwulf, Hjaldor und Gorm hin? Haben sie dich einfach zurückgelassen?

Ja.

Die Schamanin … Kajuska … hm, sie hieß wohl Lieskala – oder so – kommt auf dich zu. Wenigstens ihr Lächeln wirkt nicht aufgesetzt. Und womit auch immer sie dich behandelt hat, du fühlst dich erholter. Die Haut ist wieder straffer geworden. Kältegebissene Risse und Wunden sind verheilt. Sogar etwas astrale Kraft steht dir zur Verfügung… Hm… vielleicht unterschätzt man die Kunst dieser naturgebundenen Zauberin in Punin. Dir kann sie nur gerade recht sein.

„….kaskula .. laka .. juka … juhalai… helfen…“

Ah, das letzte Wort hast du verstanden. Du wirst dich nie an die Sprache der Nivesen gewöhnen. Sie klingt einfach zu fremd in deinen Ohren. Wobei, Firnwulf und Hjaldor haben auch Oloarkh gelernt und das klingt ja wirklich nur nach Knurren, Rülpsen oder stimmlich imitierten Furzen. „Aber wie?“ „Mitkommen. Sohn von Häuptling tot.“ „Tot?“ Das erklärt vielleicht die feindselige Stimmung im Lager. Etwas liegt in der Luft, ausgehauchter Zorn, die heiße Luft, die von Kriegsschrei zurückbleibt, ehe sie sich in der Kälte verflüchtigt.

„Mitkommen. Große Jagd.“ „Jagd? Ich?“ Warum nicht Firnwulf… andrerseits… „Ja du. Helfen.“ „Bei Jagd?“ Die Schamanin schüttelt den Kopf und setzt ein freundliches Lächeln auf: „Du reden, nicht jagen.“ Erleichterung macht sich breit. Reden ist wesentlich einfacher. „Wann?“

„Jetzt.“ Sie deutet auf einen Zug von gut einem Dutzend Männern, allesamt mit Speeren und Bögen bewaffnet. Sie tragen gerade eine Paste auf das Gesicht auf, die, wie dir die Kajuska bald erklärt, sie vor dem Firunsatem schützen soll. Du entscheidest dich rasch für die Paste.

Wenig später hast du deine sieben Sachen zusammengepackt und bist bereit für die Expedition in Schnee und Eis. Widerwillig wirst du in die Jagdgemeinschaft aufgenommen. Wohl nur das Wohlwollen der Schamanin erklärt dein Hiersein… und wenn man dich unterwegs einfach loswerden will… gelten die Gesetze der Freundschaft auch im Freien…?Bange dringst du dichter ins schneeweiße Irgendwo ein. Hier scheint unerbittlich Praios Scheibe herab, und von überall glitzert und blendet es. Doch Wärme vermag keine in Firuns Reich vorzudringen.

Ihr marschiert. Dein Körper schreit schon bald nach einer Pause. Erinnert dich an die Strapazen der letzten Tage. Muskeln schmerzen. Dein Atem geht stoßweise. Schweiß perlt unter deinem dichten Gewand. Müde. Du bist einfach nur müde. Schlafen… hier… mitten im Weiß… wie ein Schwan im ewigen Schnee… du … der Berg … oh … wackelt er? … ich… du … sie …Die Ohrfeige der Schamanin reißt dich in die Wirklichkeit zurück. Sie weist auf eine Stelle. Roter Schnee. Blut. Schleifspuren. Ein schlanker Pfeil, wohl aus Ebenholz. Er ist gedreht. Oder er wurde mit naturverbundener Natur von einem gerade in einen gedrehten Pfeil geformt. So hält er sich bestimmt länger in der Luft. Nimmst du an… Adlerfedern. Das Erz ist direkt mit dem Holz verwachsen. Moment, das ist Horn… das Horn eines wohl mächtigen Tieres. Ein Elfenpfeil.

Einer der Nivesen kommt von der Erkundung zurück und deutet in eine Richtung. Sie verständigen einander kurz, ehe dann die Schamanin übersetzt: „Dorthin sind die Elfen gewandert. Sie haben den Sohn unsres Häuptlings ermordet. Du wirst ihnen übersetzen, dass Reißgrams Rache sie alle reißen wird.“Du nickst wie in Trance.

Elfen… den Sohn des Häuptlings ermordet… und du sollst mit ihnen sprechen…

Ihr zieht weiter. Du vermisst deine Freunde. Hjaldor redet zwar viel und stinkt manchmal nach Premer, aber ist gesellig, stark und hat eine riesige Axt. Firnwulf mag waghalsige Alveranskommando nicht nur planen sondern auch durchführen, aber er kennt sich wenigstens im Schnee aus. Und Gorm. Nun ja. Verstecken kann er sich wohl nicht. Dafür ist sein Oberarm so dick wie deine Oberschenkel zusammen.Du versucht die Angst unter Kontrolle zu halten. Aber du versagst. Gerade, als der vorderste der Nivesen die Hand hebt und das Zeichen für KONTAKT gibt…

11.11.2009

Firuns Atem weht den Helden rauh entgegen, als sie aus dem Zelt der Schamanin der Nivilakein treten. Die Kajuska, sofern sie den Begriff richtig verstanden haben, will mit einem Freund sprechen. Zu klären gilt nicht nur die mögliche Infektion Firnwulfs mit Lykanthropie, sondern auch das generelle Auftauchen der Werwölfe und der Konflikt zwischen Nivesen und Firnelfen.

In der Kälte angekommen nimmt die Schwäche Überhand, so dass Therisia erst mal die Sinne schwinden. Man beschließt sie im Zelt zu betten, so dass sich der Körper erholen möge.

Das Zelt des vermeintlichen Freundes ist mit göttergefälligen Symbolen verziert: dem Zeichen Firuns. Dies lässt Hjaldor hoffen einen alten Gefährten vergangener Märsche durch die Schwarzen Lande wiederzutreffen - und tatsächlich: Torben reist mit den Nivesen!

In einem langen Gespräch erfahren nun die Helden mehr. Zunächst können sie ihre eigene Geschichte schildern: den Raub Walbirgs durch die Wilde Jagd unter Mitwirkung einer noch unbekannten Elfe; die Gefangenschaft am Rande von Nagrachs ewig eisig-haßerfüllten Reiches; die Flucht mit den Gefangenen; die Verfolgung durch Wölfe; der überfahrene Norbarde; Menschen, die sich in Windeseile in Werwölfe verwandeln (sic!); von einem trollgroßen Werwolf, der wie ein Schamane gekleidet ist und die Elemente wie das Rudel Werwölfe beherrscht; von der Flucht aus dem kampf; vom Biss Firnwulfs; von der Ankunft in der Höhle und vom zusammentreffen mit den Nivesen.

Torben kennt das Phänomen der Werwölfe nur zu gut. Sie sind als Madayaka bekannt. Sie sind der Fluch, der unter die Menschen gebracht wurde. Als Mada die goldenen Jungen Liskas, einer der Himmelswölfe, erschlug, zog er sich den Groll der Himmelswölfe bei und wurde an den Himmel verbannt, wo er noch immer den beiden Welpen Ruhe bietet: denn wenn Madas Scheibe im vollen Glanze leuchtet, sieht man die erschlagenen Welpen. Aber der Fluch beginnt dann zu heulen.
Madayakas waren einst Menschen. Sie alle wurden von einer freien Dämonin in die unheilige Gestalt gezwungen. Kyrjaka. Freie Dämonin. Gloranas Rivalin im Kampf um Nagrachs Gunst und Reich. Sie ist der Fluch der Wölfe. Mächtig. Von großem Gefolge.
Firnwulf selbst wurde "nur" von einem Madayaka gebissen; wenn Madas Scheibe einmal über den Himmel gewandert ist, wird sich entscheiden, ob der Fluch ihn ebenso erfasst...

Auch den Zwist zwischen Nivesen und Firnelfen erlebte er leider mit. Überfälle auf norbardische Händler mit finrelfischen Waffen führten zum Zorn der Nivesen. Sie sammeln sich nun, um auf der ewiggrünen Stätte den Firnelfen aufzulauern. Dort findet der regelmäßige (Handels-)Austausch zwischen den Völkern statt. Ein Ort des Friedens soll dem Blutbad dienen...
Er kann sich das Verhalten der Elfen ebenso wenig erklären wie die Schattenlanze. Nur zubald wir ein Ränkespiel Kyrjakas, der Orks oder Gloranas selbst hypothetisiert.

Die Schattenlanze beschließt mit Torben frühzeitig aufzubrechen, um den Nivesen vorauszueilen. Während der Reise sind erste Veränderungen Firnwulfs bemerkbar: schnell und dicht wachsendes Haar, glimmende Augen, Muskel- wie Gelenksschmerzen und das Heulen, das den Kontakt zu Ifirn störrt.

Im ewigen Eis kann kein Volk sich so gut verstecken wie die Firnelfen selbst. Hier, wo Schneeblindheit sich mit Einsamkeit misst, Kälte und Müdigkeit unerbittlich herrschen, formen sie die Natur nach ihrem Willen.
Weder die Sinne noch der Instinkt für Gefahren deuten auf das Auftauchen der Firnelfen hin. Wie bei den Nivesen stehen die Helden zunächst vor einem großen Kommunikationsproblem. Denn nur einer der Firnelfen spricht gebrochen Garethi...
Von Bhardonnas Einflüstern berichten sie, vom Dhaza im Osten. Sie folgen dem Nurdra. Kennen die Helden das Eo?
Die Firnelfen bereiten sich ebenso auf den Kampf vor. Sie ahnen, dass die Nivesen Angriffe folgen lassen. Leider ist ihre Gesandte und erste Träumerin am Weg zu dem Volke verschwunden: Aylomone Silberstreif, Trägerin der violetten Simiaflamme des Eises...
Jetzt sind sie bereit, die Nivjeleika mit in das ewige Licht zu nehmen, wo sie dann endlich friedlich miteinander träumen können, abseits vom badoc des Seins...

Torben begibt sich als Pfand in die Hände der Firnelfen, während Firnwulf, Hjaldor und Gorm umkehren, um den Kampf zu verhindern...
06.11.2009
Personal Edition von Drakensang-Sequel vorbestellbar!

Freitag, 06.11.2009

Jetzt geht es los: Wer die Personal Edition des kommenden DSA-Computerspiels Drakensang: Am Fluss der Zeit haben will, der kann sie jetzt exklusiv bei Amazon zum Preis von 89,99 Euro vorbestellen. Achtung: Die Auflage ist nicht limitiert, aber Zeit ist nur bis zum 6. Dezember, denn die Edition muss dann auch noch angefertigt werden, da jede einzelne Ausgabe mit individuellem Vor- und Zunamen produziert wird. Ebenso wird ein Gegenstand im Spiel diesen Namen tragen. Weiterhin liegt dieser Edition ein gedrucktes Inrah-Kartendeck samt Boltan-Regeln bei, dazu der Soundtrack in ebenfalls personalisierter Verpackung. Weiterhin gibt es eine DINA-2-Stoffkarte von Aventurien, ein doppelseitig bedrucktes A3-Poster und ein Echtheitszertifikat. Erscheinen wird die Edition am gleichen Tag wie die normale Variante des Spiels: am 12. Februar 2010.
Drakensang: Am Fluss der Zeit Personal Edition kann für 89,99 Euro exklusiv bei Amazon vorbestellt werden.

30.10.2009

Dunkle Schatten[3][3]

19 Entflohene gleiten auf dem gestohlenen Eissegler Richtung Südwesten – Während Hjaldor versucht, mit dem ungewohnten Gefährt vertraut zu werden, kümmern sich Gorm und Firnwulf um eine Bestandsaufnahme von Ausrüstung (wenig) und Proviant (noch weniger). Die gerade befreiten Menschen wollen ebenfalls beruhigt werden, was Firnwulf im gemeinsamen Gebet versucht, während Gorm Schutz vor Kälte und Fahrtwind improvisiert.

Wenig später ist dann Zeit für die 4 Helden, sich kurz zu unterhalten und einen möglichen Marschplan zusammen zu stellen. Aber alles in allem sind die Fakten ernüchternd – wenn sie ihr Ziel erreichen können, dann nur unter großen Entbehrungen. Dann auf einmal ändert sich etwas – Geräusche sind zu hören und plötzlich holpert der Segler über etwas (oder jemanden, wie Hjaldor zu erkennen glaubt?)

Der Segler wird angehalten und die Helden steigen ab – die Nacht trägt Schreie und andere, animalische Geräusche an ihre Ohren. Langsam machen sich die Helden zur Quelle der Schreie auf – und finden 3 Menschen, die sich in unnatürlichen Verrenkungen winden und in die Nacht hinein …schreien, oder vielmehr brüllen, denn langsam verwandelt sich ihr Körper, ihre Stimme… zu Wölfen! Therisia schreit ihre Erkenntnis hinaus:”Werwölfe!” und wendet sich zur Flucht zurück zum Eissegler um die anderen Flüchtlinge zu schützen. Gorm, Hjaldor und Firnwulf stellen sich zum Kampf gegen die widernatürlichen Wesen und haben teilweise Probleme mit den flinken Mischwesen.

Therisia kommt auch nicht weit: Zwischen ihr und dem Eissegler kommt es zur Konfrontation mit einem aufrecht gehenden Wesen, Halb Wolf, halb Mensch, einen Stab in den Klauen… er scheint über die Wölfe zu gebieten, und hat nun neue Untertanen, denn im fahlen Licht erkennt Therisia, dass die auf dem Segler zurück gebliebenen entweder tot oder bereits verwandelt sind…  Dann geht der Eissegler und somit auch alles Wenige , was die Helden noch hatten in Flammen auf und Therisia wird von einem halben Dutzend der Wolfswesen bedrängt – Ihr letzter Ausweg ist ein Transversalis in Richtung ihrer Gefährten. Während dessen konnten Hjaldor und Gorm zwei der Wesen bereits töten, nur Firnwulf hat mehr zu kämpfen und einer der Wölfe fügt ihm eine tiefe Wunde im Gesicht zu, bevor es ihm gelingt es zu besiegen.

Die vier Helden stehen wieder vereint beieinander und in wenigen Herzschlägen greifen 2 Dutzend der Werwesen an – Therisia versucht, den Dschinn, der den Segler angetrieben hat, zu bitten, sie hier weg zu bringen und teilt ihre arkanen Kräfte mit ihm, damit er nicht vergehen muss. Einen Herzschlag später werden die vier wie von einer gewaltigen Hand geworfen unsanft durch die kalte Winternacht geschleudert und landen hart an einem Abhang. Stille und Dunkelheit umgibt die Helden – Sie sind – wieder einmal – entkommen, aber jetzt, am Ende ihrer Kräfte, ohne Ausrüstung und warmer Kleidung mitten im Eis stehen die Chancen schlecht. Doch Hjaldor entdeckt eine Höhle im schnee- und eisverkrusteten Hügel, und wie durch ein Wunder der Götter scheinen Sie hier  über eine Raststelle gestolpert zu sein. In der kleinen Höhle findet sich Feuerholz, Alkohol, sogar konserviertes Trockenfleisch!

Die Helden nutzen die Gelegenheit um sich zu wärmen, zu Kräften zu kommen und sich ein wenig zu erholen… und die lange Nacht vergeht wie im Fluge. Am nächsten Morgen meldet Hjaldor einen Verdacht: Sie würden beobachtet! Und wirklich: Nach einigen Versuchen ihre Unschuldigkeit zu zeigen, kommen 4 Nivesen aus ihrem Versteck hervor und versuchen sich zu verständigen. Die Helden verstehen soviel, dass sie mit in das Lager der Nivesen kommen können/sollen, wo es auch jemanden gibt, der das Garethi versteht…  

Nach einigen Stunden Fußmarsch erreicht der kleine Trupp dann auch das Lager und wird dort in die Hütte der Anführerin – der Schamanin – eingelassen. Dort berichten die Helden von ihren Erfahrungen im ewigen Eis und harren der Dinge die noch kommen mögen…

19.10.2009

Träume…Erinnerungen…Fetzen der Gegenwart oder der Vergangenheit? Die wilde Jagd reißt die Helden in den Limbus – eine starre Welt aus glänzendem weißblauen Eis – Eine Lichtung in einem dunklen Tannenwald: Neben einem Menhirkreis in einem Garten Tsa´s sind 2 Frauen: Die eine mystisch und dunkel, die andere hell und erhaben… zu ihren Füßen eine goldene Quelle – ein Quell des Lebens…?

Dunkle Schatten[3]

Die Szenen verblassen und Hjaldor. Therisia und Firnwulf erwachen in der Kälte des Nordens, eine Holzfälleraxt in der Hand inmitten einer Lichtung, die sie und die anderen Menschen rundherum wohl geschaffen haben. Kurz zögert Therisia, verwirrt ob der seltsamen Situation und ein lauter Ruf und ein Peitschenknall machten ihr klar, dass es klüger war, schnell weiter das spröde Holz vor ihr mit dem ungewohnten Handwerkszeug zu bearbeiten.

In den nächsten Stunden blieb genug Zeit, um unauffällig die Lage zu sondieren: Fast 2 Dutzend Gestalten in teilweise erbärmlich dünnen und kaputten Gewändern schlug Stunde um Stunde auf die Bäume ein, angespornt entweder durch die Aufseher – Menschen und Orks – oder durch pure Verwirrtheit, ja fast schon Stumpfsinningkeit von etwas über der Hälfte des … Sklaventrupps – vielleicht herbeigerufen durch eine dunkle Gestalt, die wohl ein Magier war.. Denn durch die eisernen Ketten an ihren Füßen, war schnell klar, dass niemand hier freiwillig arbeitete. Ein ungewöhnlich großer und kräftiger Arbeiter – ja fast schon ein Hühne – gab Hjaldor unauffällig zu verstehen, dass er nach der Arbeit mit Ihnen reden würde.

In der “Unterkunft” – einer zugigen und ungeheizten Barracke in der Mitte des Lagers kam es dann kurz nach Sonnenuntergang zu einer Besprechung. Der Hühne, der sich als Gorm vorstellte und den einige der Helden flüchtig aus Beilunk kannten, machte schnell klar, was eigentlich los war: Er selbst war schon seit 8 Tagen hier, Hjaldor, Firnwulf und Therisia wohl seit 3 Tagen… von Greven und Dela aber war keine Spur zu sehen gewesen. Außer den vieren gab es auch noch ein paar andere, die relativ klar bei Verstand waren, und Gorm drängte darauf, einen Plan zu schmieden, um so schnell wie möglich von diesem ungastlichen Ort zu verschwinden. Mit den wenigen Mitteln, die sie hatten, war ein solcher Plan auch bald gefunden und am nächsten Tag sollten die Vorbereitungen beginnen.

Während andere unauffällig Steine oder Eisklumpen während der Arbeit sammelten, konnte Therisia eine der Holzfälleräxte mit einem Zauber belegen und so unsichtbar machen… Jetzt war Eile angesagt: Firnwulf konnte mit einem Gebet zu Ingerimm ein Feuer beschwören, indem die eiskalten Ketten spröde wurden und mit einigen Axthieben dann auch zu brechen waren. Therisia tarnte diese nicht ganz leisen Klänge wieder mit einem Zauber. Kurz bevor das halbe Dutzend Wächter zum Bereitstellen des “Abendessens” kam, waren alle befreit, doch einige der eintretenden Wachen wurden misstrauisch, da die Stille in der Hütte wohl zu unnatürlich war. Hjaldor und Therisia halfen noch schnell nach, die beiden letzten in die  Hütte zu befördern, wo die 6 Wachen relativ schnell und ohne Gnade niedergemacht wurden. Das erste Ziel war erreicht – man hatte Waffen! Dann sollte es schnell ins nahegelegene Zelt gehen, wo Gorm die Ausrüstung versteckt wusste, doch die 4, die die Speerspitze des Ausbruchs bildeten, wurden von drei der höher gestellten Aufseher und dem Magier gestellt und wieder entbrannte ein kurzer Kampf. Therisia teleportierte sich in den Rücken des Magiers, und trieb den frisch erbeuteten Kusliker Säbel bis zum Heft in die Brust des Gegners, musste danach aber einen letzten Zauber des sterbenden hinnehmen und fiel wie vom Blitz getroffen blutend in den Schnee. Hjaldor, Gorm und Firnwulf mussten mit ungewohnten Waffen gegen die Orks und Barabaren antreten, konnten aber sehr rasch auch hier die entscheidenden Treffer setzen… Geistesgegenwärtig kramte Hjaldor mit zitternden Fingern den Balsamring hervor, und steckte ihn Therisia an, die mit einem pfeifenden Luftzug noch einmal von Golgaris Schwingen sprang.

Währenddessen hatten die wenigen klaren Gefangenen die eher stumpfsinnigen schon auf den einzigen vorher ausgeklügelten Fluchtweg gebracht: Einen Eissegler, der wohl zur Versorgung des Lagers diente und nun nicht mehr bewacht wurde. Therisia war noch immer geschwächt und zu verwirrt, und so war es wieder an Hjaldor, sich an einem weiteren Artefakt, dieses Mal den Ring Therisias zu schaffen zu machen – und er war es auch,der der auftauchenden Windhose den entscheidenden Wunsch entgegen rief: “Bring Gorm an Bord und bring uns fort!”

Die Segel des Eisseglers blähten sich und die 19 Überlebenden segelten einem ungewissen Schicksal entgegen…

03.10.2009

DSA – Hörspiel

das_unwissbare_cover

An alle, die auch gerne mal ein wenig zuhören, möchte ich folgende News richten: Es gibt im Gegensatz zu den offiziellen Hörbüchern auch ein sehr gut gemachtes Hörspiel von DSA Spielern: Das Unwissbare. Ich bin noch nicht ganz durch, bin aber von der Qualität mehr als angetan… falls also jemand ein bisschen Unterhaltung auf der Autobahn braucht (Ralf), dann einfach mal HIER vorbeischauen und die beiden Teile des Hörspiels runterladen…

01.10.2009

ds[3]

Ist heute Abend bei mir eingetroffen und ich muss sagen – es liest sich noch um Weiten besser als vorher gedacht… ein … nein, eigentlich zwei wirklich gute Abenteuer in einem Band. Da kann man, wenn man vor allem den zweiten Teil mag, nichts verkehrt machen.

Ich wollte auf diesem Weg auch anmerken (zB an Peter) – liest du die nächsten Aventurischen Boten, spoilerst du dich zwangsläufig – auch ohne die Meisterinfos zu lesen, die dabei stehen werden… Ich würde empfehlen, den Boten nicht mehr zu beachten, bis wir im aktuellen aventurischen Jahr angekommen sind. Dasselbe gilt zwar auch für Dich Ralf, aber ehrlich gesagt – die Vorkommnisse von D&S werden sicher in vielen zukünftigen Werken aufgegriffen, da kommst du fast nicht daran vorbei…

30.09.2009

Viele der Helden lesen ja den Aventurischen Boten, und zumindest die Helden mit einem guten Gedächtnis (ich bitte um eine Klugheitsprobe) können sich auch an diesen Bericht erinnern:

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QuickPost

© by Ulisses – allerdings vergriffen und nicht mehr im Verkauf

Dunkle Schatten

Es war die Nacht von 4. auf 5. PERaine, als die Helden in der Bärenburg hochschreckten – etwas stimmte nicht! Draußen tobte ein untypisches Unwetter für die Jahreszeit und ein Hauch von Magie lag in der Luft. Goldmäulchen war verängstigt, und noch schlimmer: Dela war nicht wach zu bekommen. Im Unitatio verbunden analysierten Greven und Therisia die Situation und fanden einen Zauber, der auf der fiebrigen Dela lag: Eine Art des traumgestaltzaubers, allerdings mehr der Beherrschung zugehörig, mit einem dämonischen Anteil und anscheinend elfischen Ursprungs… verwirrend und erschreckend. Greven drang darauf hin mittels Magie in Delaßs Träume ein und konnte einen Blick auf eine Dela werfen, die in einem Eissturm einigen dunklen Schatten zu folgen versuchte, die ein Kind mit sich zerrten. War Dela aufgrund ihrer empathischen Begabung die Einzige, die hier festgehalten wurde? Oder war sie freiwillig im Traum verblieben, den vielleicht die ganze Gruppe geträumt hatte?

Etwas ratlos machten sich die Helden daran, Gwynna die Hex´, “Hofmagierin” von Walpurga, zu Rate zu ziehen, die allerdings anscheinend etwas mehr über das Phänomen wusste, allerdings nicht allzu viel davon verlauten ließ. Anscheinend war ein Ritual gewirkt worden und kein simpler Zauber, doch Gwynna riet uns dazu zuerst mit Walpurga zu sprechen – und sie wollte sich um Dela kümmern, damit die anstrengenden Träume ihrem Körper nicht schädigen sollten.

Am nächsten Morgen herrschte noch immer ausgelassenes Treiben auf der Bärenburg und Therisia, Hjaldor und Greven nutzten die Zeit um noch ein paar Informationen ein zu holen und sich zu besprechen, während Firnwulf bei Walbirg, der kleinen Prinzessin heraus finden konnte, dass diese Träume schon 3 Nächte lang auftraten – Therisia wollte also in der kommenden Nacht diese Magie genau analysieren, um das Rätsel um Dela´s Traum zu lösen. Diesen Vorschlag / Befehl brachte auch Walpurga bei der nachmittäglichen Audienz an – seltsam war, dass die Herzogin von Weiden zwar ihre Schrift tauf den Einladungen der Helden erkannte, sich aber nicht mehr genau daran erinnern konnte, diese Zusätze auch geschrieben zu haben – war sie am Ende beherrscht und benutzt worden? Doch all die Ungereimtheiten sollten bald einen Sinn ergeben – denn der Abend brach an und mit ihm auch die Zeit der Gewitter und des widerkehrenden Rituals.

Auf dem Nordturm der Bärenburg hatten sich die Freunde zusammen gefunden und harrten einige Stunden aus, bis es als erstes Goldmäulchen bemerkte: Es hatte begonnen. Therisia hatte sich lange auf ihren Zauber vorbereitet und konnte trotzdem nicht den ganzen Umfang dessen erfassen, was sie sah: Ranken von wilder Magie schlugen aus dem Boden und vereinten sich zu einer gewaltigen Kraft und schließlich zu einem Portal, einem Strudel im wabernden Limbus zu werden. Im Licht der Blitze und der magischen Phänomene bemerkten die Helden eine Gestalt, die nahe dem Limbustor auf dem Boden lag – die Zofe von Walbirg! Ein kurzer Blick von Greven, der den schnellsten Weg vom Turm gewählt hatte, machte Therisia, die sich teleportiert hatte, klar, dass sie tot war. Doch damit konnte die Gruppe jetzt keine Zeit verschwenden, denn etwas kam durch das Portal, dass jetzt anscheinend seine finale Größe erreicht hatte.

Ein riesiger Fuß erschien und mit ihm andere, kleinere Gestalten – Hjaldor und Firnwulf machten sich sofort daran, die Gegner anzugreifen, wurden allerdings von einer unheiligen Eiseskälte, die von dem Portal ausging, daran gehindert. Nur Greven bemerkte die Gestalt einer Elfe, die aus dem Dunkel des Burghofes auftauchte und ins Portal sprang. Doch auch dafür blieb jetzt keine Zeit, denn aus dem Portal waren viele verschiedene Gestalten – Dämonen! - auf den Burghof getreten: Schwarze Wiesel, Eisleichen, geifernde schneeweiße Hunde… Dämonen aus der Domände Nagrachs!

Therisia versuchte sich mit einem Gardianum zu schützen, während Hjaldor und Firnwulf die ersten Gegner mit blankem Stahl bekämpften und Greven sich ebenfalls erfolgreich um die schnellen schwarzen Wiesel kümmerte. Doch dann trat eine riesige Gestalt aus dem Tor: Umdoreel, der Jagdmeister von Nagrachs wilder Jagd. Und er hatte Walbirg, die Prinzessin fest in seinem Griff! Das steigerte Hjaldors und Firnwulfs Versuche, die Masse an Gegner zu schwächen noch umso mehr, und auch Therisia versuchte mit einer Flammenlanze die Eiskreaturen zu töten, doch dann erschien noch etwas: Das Abbild einer Frau – Glorana! Und mit kühler Stimme befahl sie, dass Umdoreel auch die Helden jagen und heimbringen sollte!

Danach brach stilles Chaos aus – graues Wabern vermischte sich mit den Bildern einer auf das Portal zutorkelnden Dela, den Klauen der Dämonen, einem Schrei von Walbirg … die wilde Jagd jagte durch den Limbus und die Dunklen Schatten mit ihnen…

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OOC Nachtrag: Ausspruch des Abends von Gordon als Hjaldor: “Werd ich halt Eunuch! Ich will die Kleine!”

28.09.2009

Dunkle Schatten

Eine Einladung hat die Recken der Schattenlanze erreicht, die sie zu einer Hochzeit in das urtümliche und wehrhafte Weidener Land lädt – genauer gesagt auf die Bärenburg selbst! Natürlich lassen es sich die Freunde nicht nehmen, dieser Einladung nachzukommen, vor allem auch deswegen, da der eine oder die andere mehr hinter dieser Einladung vermutet.

Man trifft sich in Baliho, um den letzten Teil des Weges nach Trallop gemeinsam zurück zu legen und so bespricht man in der Taverne Kaiserstolz und Orkentod die Geschehnisse der letzten Monde, besprechen auch das weitere Vorgehen und ergänzen noch einmal die Ausrüstung, auch wenn es “nur” zu einer Hochzeit geht, denn auch für diese Art der Queste muss man ja gerüstet sein.

Es ist der 3. PERaine, als die Helden die Stadt auf den Vier Inseln vor sich liegen sehen und auf dem Weg zur Bärenburg sogleich Bekanntschaft mit einer hohen Dame machen: Der Prinzessin Walbirg, die Firnwulf allerdings wohlbehalten zu ihrem Kindermädchen zurück bringen kann. Alwein von Weißenstein übernimmt sodann die Aufgabe, die Gruppe zu begrüßen und gut unter zu bringen. Beim Abendessen haben die Helden dann die Gelegenheit, die anderen geladenen Gäste kennen zu lernen – danach nutzt Hjaldor die Gelegenheit um seinen Horizont unter Anleitung von Therisia zu erweitern und lässt sich einige Sachverhalte aus Etikette, Alchemie und Magier erklären, während der Rest beschließt, dem Misstrauen wegen der Einladung nachzugeben und dem Hofschreiber einen Besuch abstatten, der bestätigt, dass die Einladung definitiv von Walpurga von Weiden verfasst wurde.

Die Hochzeit selbst findet am nächsten Tag statt und es wird ein schönes, harmonisches und berauschendes Fest, dass die Gruppe mit den adeligen Gastgebern und den anderen Gästen feiert… Einzig die träume in der Nacht danach lassen drohendes Unheil erkennen: Die Helden der Schattenlanze träumen von Sturm, Eis, Wind, Hörnern… und ein ganz und gar ungutes Gefühl beschleicht sie dabei, dass die Zukunft nicht nur Feste und Gelächter bringen mag…

 

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